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Januar 16, 2012

The Declaration (The Declaration #1)

Autorin: Gemma Malley
Verlag: Bloomsbury
ASIN: B005C9GA94
Dt. Titel: Der Pakt
ISBN: 9783827052636 (o.o.P.)
Genre: Dystopie, YA
Gekauft bei: Amazon

It's the year 2140 and Anna shouldn't be alive. Nor should any of the children she lives with at Grange Hall. The facility is full of kids like her, kids whose parents chose to recklessly abuse Mother Nature and have children despite a law forbidding them from doing so as long as they took longevity drugs. To pay back her parents' debt to Mother Nature, Anna will have to work for the rest of her life. 
But then Peter appears at the hall, and he tells a very different story about the world outside of the Grange. Peter begs Anna to escape Grange Hall, and to claim a life for herself outside its bleak walls. But even if they get out, they still have to make their way to London, to Anna's parents, and to an underground movement that's determined to bring back children and rid the world of longevity drugs.  (Goodreads)

Warum hab ich's gelesen:
Die ganzen dystopischen Romane der letzten Zeit haben mir die Philosophie wieder etwas näher gebracht und ich genieße jeden Roman (auch außerhalb meiner üblichen Genres), der sich mit Ethik beschäftigt, also war die Inhaltsangabe zu "The Declaration" schon sehr verlockend.

Was mir gefallen hat:
Nun, es ist anders gekommen, als ich erwartet hatte, aber das war keineswegs schlecht.
Anna ist ein Surplus (Überschuss) und hat seit sie in Grange Hall Demut eingeredet bekommen und Dankbarkeit, dass sie überhaupt am Leben sein "darf". Während eines kurzen Praktikums in einem "legalen" Haushalt bekommt sie ein Notizbuchgeschenkt und bricht an diesem Tag das erste mal alle Regeln indem sie es behält. Das macht sie empfänglich für die Ideen Peters, der ihr die Idee gibt, dass es sich mit dem "Pakt" vielleicht anders verhält, als die meisten Menschen denken - bis es ihm gelingt, Anna zur Flucht zu überreden.
Es geht in diesem Buch um die Frage, ob der Mensch wirklich das ewige Leben wählen sollte, wenn es die Möglichkeit gäbe. Dass man dafür auf Nachwuchs verzichten muss, war eines der Kernthemen eines Aufsatzes, den ich vor 10 Jahren in der Schule geschrieben habe, weshalb ich auch eine enge persönliche Beziehung zu dem Thema habe.
Darf man wirklich gegen die Evolution arbeiten, und das als Fortschritt preisen? Will man wirklich zukünftigen Generationen ihre Geburt verweigern?
Fein dabei ist, dass die Verursacher der Naturzerstörung, die Scheiße jetzt auch ausbaden muss - in diesem Buch sieht man, wie man diesen Punkt völlig falsch angehen kann, denn auch ich denke nicht, dass irgendwann die große "Erkenntnis" kommen wird und sich etwas ändert.

Was mir nicht gefallen hat:
Anna war für mich schwierig zu begreifen. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man einen gebrochenen Willen hat, aber ich hätte lieber eine Figur gesehen, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt und etwas energischer agiert. Dass Anna aber auch durchaus Entscheidungen treffen und sich durchsetzen kann, da bin ich mir sicher und erwarte das auch vom Folgeband.
Es hat mich teilweise sehr schockiert, wie Surplus' behandelt werden, leider traue ich so etwas aber der menschlichen Natur durchaus zu.
Das Buch zieht sich stellenweise ein bisschen, aber es ist nur ganz selten. Der Schluss ging mir dafür aber leider ein bisschen zu schnell.

Fazit:
Ein Buch für mich! Wer die ethischen Themen in Cassia&Ky gefallen haben und auch einen etwas nüchterneren Schreibstil vertragen kann, die wird mit "The Declaration" eine Freude haben. Das Buch hat ein solides Ende und kann auch als Stand-Alone gelesen werden. Leider ist die deutsche Ausgabe nicht mehr erhältlich.

Meine Bewertung:

Januar 07, 2012

The Forest of Hands an Teeth (The Forest of Hands and Teeth #1)

Autorin: Carrie Ryan
Verlag: Delacorte
ISBN: 9780385736817
Dt. Titel: The Forest
ISBN:  9783570160497
Genre: Zombies, Adventure, YA
Gekauft bei: Amazon.de

In Mary's world there are simple truths. 
The Sisterhood always knows best. 
The Guardians will protect and serve. 
The Unconsecrated will never relent. 
And you must always mind the fence that surrounds the village; the fence that protects the village from the Forest of Hands and Teeth. But, slowly, Mary’s truths are failing her. She’s learning things she never wanted to know about the Sisterhood and its secrets, and the Guardians and their power, and about the Unconsecrated and their relentlessness. When the fence is breached and her world is thrown into chaos, she must choose between her village and her future—between the one she loves and the one who loves her. And she must face the truth about the Forest of Hands and Teeth. Could there be life outside a world surrounded in so much death? (Covertext)

Warum hab ich's gelesen?
Diesmal war es der Titel, der mich neugierig gemacht hat. Ehrlich finde ich den Titel einen der besten und passendsten, unter all den Büchern, die ich letztes Jahr gelesen habe. 

Was mir gefallen hat:
The Forest of Hands and Teeth war das erste Zombiebuch, das ich gelesen habe (ich zähle "Die Enklave" jetzt mal nicht dazu, da die Zombies dort eher Nebensache waren) und war natürlich dementsprechend nervös, weil ich mich vor diesen Figuren bisher gefürchtet habe (habe "Shaun of the Dead" vor zwei Jahren aufgezeichnet und mich bis heute nicht getraut, es mir anzusehen, und der Film soll eine Komödie sein!).
Was ich am tollsten fand, war dass es mir von der ersten Seite an sehr leicht gefallen ist, mir die Welt des Buches vorzustellen: das Dorf, den Wald, die Wege hindurch, die mit Maschendrahtzaun abgegrenzt sind und auch die Personen.
Auch die Charaktere sind sehr gut ausbalanciert, was mir gut gefallen hat.

Was mir nicht gefallen hat.
Ganz kurz: Mary. Das Ende. Und Mary.
Das Wort "Antiheldin" hat für  mich eine neue Bedeutung bekommen. Ich bin mit Mary wirklich gut klargekommen, bis zum Ende, als die ihre persönlichen Wünsche über das Wohlergehen ihrer Freunde gestellt hat - das macht keine Heldin! Nie!
Auch sind zum Schluss viele lose Enden in der Handlung übrig geblieben und die Fortsetzungen haben andere Geschichten mit anderen Charakteren, was dann für mich auch etwas enttäuschend war.

Fazit:
Welche auf Happy Ends aus ist und romantische Liebesgeschichten mag (auch wenn das Buch bezgl. Letzterem anfangs viel verspricht), die wird hier schwer enttäuscht.
Aber für Fans von guter Zombie-Literatur, auch solche, die nicht gerne YA lesen, ist das hier das richtige Buch!


Meine Bewertung:

Dezember 20, 2011

Aftertime (Aftertime #1)

Autorin: Sophie Littlefield
Verlag: Luna
ISBN: 9780373803361
Dt. Titel: -
Genre: Zombies, Adventure, 18+
Gekauft bei: amazon.de (Wonderbooks)

Awakening in a bleak landscape as scarred as her body, Cass Dollar vaguely recalls surviving something terrible. Wearing unfamiliar clothes and having no idea how many days or weeks have passed, she slowly realises the horrifying truth Ruthie, her daughter, has vanished.
And with her, nearly all of civilisation, too. Where once-lush hills carried cars and commerce, the roads today see only cannibalistic Beaters people turned hungry for human flesh by a government experiment gone wrong.
In a broken, barren California, Cass will undergo a harrowing quest to get her daughter back. Few people trust an outsider, let alone a woman who became a zombie and somehow turned back, but she finds help from the enigmatic outlaw, Smoke. 
Smoke is her saviour, and her safety. For the Beaters are out there, and the humans grip at survival with their trigger fingers. Especially when they learn that she and Ruthie have become the most feared and desired weapons in a brave new world…  (Covertext)

Warum hab ich's gelesen?
Ehrlich, ich war neugierig. Das Buch wurde in einschlägigen Foren genauso wie über die Verlagsseite ziemlich gehyped und als ich gesehen habe, dass es sich hier um ein Zombie-Buch für erwachsene Frauen handelt, musste ich zuschlagen.

Was mir gefallen hat:
Ich würde am Liebsten gleich schreien: Alles! So war es natürlich nicht, aber als ich fertig war, hab ich das Buch sehr zufrieden zugeklappt.
Das Setting, Kalifornien nach der Apocalypse ist sehr gut, auch wenn ich noch nie in Kalifornien war, habe ich mich ganz gut zurechtgefunden, was Landschaft etc. angeht.
Die Arten, wie sich die überlebenden Menschen in der Welt zurechtfinden, sind sehr unterschiedlich und meiner Meinung nach logisch.
Cass und Smoke sind ein nettes Paar, auch wenn ich der Meinung bin, dass hinter Smoke noch mehr steckt, aber es gibt ja noch zwei Bücher.
Die Story ist sehr packend mit angenehmen "Verschnaufpausen" zwischendurch und einem guten, wenn auch etwas kurzen Showdown.
Nettes Detail ist auch, dass sich die Autorin einer relativ sachlichen Sprache bedient, ohne distanziert zu wirken. Es wäre für das Buch eine Katastrophe gewesen, wenn allzu blumige Wörter verwendet worden wären.

Was mir nicht gefallen hat:
Der zeitliche Ablauf. Der Inhalt des Buches spielt innerhalb weniger Tage und es entwickeln sich zu viele Dinge etwas zu schnell, das ist mir schon zu Beginn schnell aufgefallen, und ich habe im Verlauf des Lesens diese Tatsache einfach ignoriert - darüber hat es sich dann nach 2 Wochen angefühlt, was sich auch gut und richtig angefühlt hat.
Ohne dem, wäre mir auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Cass und Smoke etwas zu schnell gegangen - etwas was ich gar nicht gerne mag.

Fazit:
Etwas ganz Neues zum Lesen für mich und ich kann definitiv die Begeisterung der meisten anderen Leser nachvollziehen - für SciFi-Liebhaberinnen zu empfehlen, denen auch Filme wie "I am Legend" gefallen haben.

Meine Bewertung:
weil ich denke, da kommt noch mehr...

November 28, 2011

Mockingjay (The Hunger Games #3)

Autorin: Suzanne Collins
Verlag: Scholastic
ISBN: 9781407109374
Dt. Titel: Die Tribute von Panem - Flammender Zorn
ISBN: 9783789132209
Genre: Dystopie, Romance, YA
Gekauft bei: Thalia

Young Katniss Everdeen has survived the dreaded Hunger Games not once, but twice, but even now she can find no relief. In fact, the dangers seem to be escalating: President Snow has declared an all-out war on Katniss, her family, her friends, and all the oppressed people of District 12. The thrill-packed final installment of Suzanne Collins' Hunger Games trilogy will keep young hearts pounding. (Goodreads.com)

Warum hab ich's gelesen? 
Nachdem mich der 2te Band nicht sonderlich begeistert hat, weil zu ähnlich dem ersten, war hier die Hoffnung auf ein grandioses Ende.

Was mir gefallen hat:
Die Organisation der Rebellen und ihr Kampf um die Vorherrschaft in Panem fand ich gut beschrieben. Als ich das Buch gelesen habe, wurde gerade Gadaffi in Libyen bekämpft und da hat das Buch schon ganz gut dazu gepasst.
Es gibt einige wunderschöne Momente im Buch, wie z.B. die Party zu Finnick's Hochzeit, aber auch einfach die kleinen Verschnaufpausen von Katniss.
Realistisch auch am Ende der psychische Zustand von Katniss, Peeta & Co. (PTS!)

Was mir nicht gefallen hat:
Ja und das war so zumindest der ganze Rest.
Die Geschichte hätte Potential gehabt, erzähltechnisch läuft sie schleppend an und verläuft ohne große Höhepunkte in seichten Wellen Richtung Schluss (vielleicht ist Stephenie Meyer deshalb so begeistert von den Büchern, weil das auch ihre Technik ist)
Collins hat das ganze Buch hindurch unzählige lieb gewonnene Charaktere sinnlos sterben lassen - gute Gründe dafür liefert sie herzlich wenig.
Katniss ist miesepetrig wie immer und das Ende!
DAS ENDE!!! Hat denn keiner Frau Collins erklärt, dass das Ende eines Buches den Leser mit der Geschichte abschließen können lassen muss?
Natürlich kommt Katniss mit demjenigen zusammen, der schon immer klar feststand. Aber die Erklärung, die sie dazu liefert, hat mich vor Wut kochend das Buch schließen lassen; frei übersetzt: "Na und so kam es, dass ich halt mit XY zusammen gekommen bin." - Was soll das denn bitteschön, das hat doch kein Mann verdient!

Fazit:
Ein enttäuschender Abschluss einer anfangs vielversprechenden Saga.

Meine Bewertung:

Oktober 17, 2011

Wither (The Chemical Garden #1)

Autorin: Lauren DeStefano
Verlag: Simon & Schuster Pub.
ISBN: 9781442409057
Dt. Titel: Totentöchter - Die 3. Generation
Verlag: cbt
ISBN: 9783570161289
Genre: Dystopie, Romance, YA
Gekauft bei: amazon.de


In our brave new future, DNA engineering has resulted in a terrible genetic flaw. Women die at the age of 20, men at 25. Young girls are being abducted and forced to breed in a desperate attemt to keep humanity aheat of the disease that threatens to eradicate it.
16-year-old Rhine Ellery is kidnapped and sold as a bride to Linden, a rich young man with a dying wife. Even though he is kind to her, Rhine is desperate to escape her gilded cage - and Linden's cruel father. With the help of Gabriel, a servant she is growing dangerously attracted to, Rhine attemts to break free, in what little time she has Left. (Covertext)

Warum hab ich's gelesen?
Lesen wollte ich dieses Buch schon länger, aber erst als es zum Gruppenlesebuch des Monats in einer Goodreads-Gruppe, in der ich bin, gewählt wurde, hatte ich einen Grund, es mir zu kaufen.

Was mir gefallen hat:
Zugegeben, ich hatte etwas komplett anderes erwartet, als ich die Beschreibung gelesen habe. In meiner "Jugend" war ich eingefleischter "The Tribe"-Fan und ich hatte aufgrund der Ähnlichkeiten der Grundidee mit einer etwas archaischeren Gesellschaft gerechnet (auch "Die Enklave" hängt noch ein bisschen nach.
Nach der ersten Enttäuschung folgte aber schnell Bewunderung für die Idee, die Lauren DeStefano für unsere Zukunft entwickelt hat.
Wir starten im New York im 22. Jahrhundert und wandern dann nach Florida. Grundsätzlich funktionieren Technik und Wissenschaft wie heute auch, da die so genannte "1. Generation" von Menschen um die 70 noch am Leben ist und alles aufrecht erhält. Die Kinder der 3. Generation, die momentan am Leben ist, sind meist (im wahrsten Sinne des Wortes" austauschbare Arbeits- und Versuchsobjekte.
Zurück zur Handlung: Rhine ist richtig schön mitten in der Teenietrotzphase, stur und aufmüpfig, erkenntaber schnell, dass sie sich ihrem Goldenen Käfig anpassen muss, um etwas zu erreichen. 
Gabriel wird nicht groß charakterisiert, scheint aber recht fesch zu sein, und ist Rhine vor allem ein guter Freund.
Linden erinnert mich an Adam aus "Eve und der letzte Gentleman", naiv und gutherzig, aber auch blind für die offensichtlichen Dinge (oder auch nicht? ich bin der Meinung, er kann schon mehr)

Was mir nicht gefallen hat:
Ich finde, dass allein der Antrieb, zu ihrem Bruder zurückzukommen, für Rhines Motive etwas wenig ist und auch nicht als so quälend rüberkommt, als es sein sollte (immerhin ist es ihr Zwillingsbruder, etwas stärkere Bindung hätte ich da erwartet) - es ist halt einfach nicht bei mir angekommen, ich fand auch ihren (einzigen) Fluchtversuch nicht glaubwürdig.
Gabriel ist viel zu flach charakterisiert, als dass jetzt der Wunsch in mir aufkommt, dass ich Rhine mit ihm zusammen haben möchte - und ich bin überzeugt, am Ende wird es so kommen, aber momentan ist da bei mir noch nichts.

Fazit:
Zu recht eines der meistgelobten Bücher des Genres der letzten Zeit, wobei ich hier ausnahmsweise eine Altersempfehlung abgeben möchte: 18. Das Buch beinhaltet, stärker als im Genre üblich, einige Themen, die ich jüngeren Lesern nicht empfehlen würde - wegen dem Verständnis warat's.
Und zwar haben wir hier eine breite Palette an (auch angedeuteten) Schockern: Teenagerschwangerschaft, Sadismus, Mord, Leichenschändung, Menschenhandel, Quälen Unmündiger, Zwangsehe, Sklaverei - ich habe jetzt sicher NICHT alles aufgezählt...
Was mich dran stört ist, dass das ganze irgendwie so trivial daher kommt - auch wenn ich normalerweise gegen die "Moralpeitsche" bin, etwas mehr Feingefühl wäre angebracht gewesen.
Außerdem sind die leichten Horrorelemente der Geschichte definitiv nicht "ab 12", wie beim deutschen Buch angegeben, geeignet.
Trotzdem fand ich das Buch extrem gut, deshalb:

Meine Bewertung:

August 09, 2011

Catching Fire (The Hunger Games #2)

Autorin: Suzanne Collins
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1-407109-36-7
Dt. Titel: Die Tribute von Panem - Gefährliche Liebe
Verlag: Oetinger
ISBN: 978-3-789132-19-3
Genre: Dystopie, Romance, YA
Gekauft bei: Thalia

After winning the brutal Hunger Games, Katniss Everdeen returns to her district, hoping for a peaceful future. But Katniss starts to hear rumours of a deadly rebellion against the Capitol. A rebellion that she and Peeta have helped to create. As Katniss and Peeta are forced to visit the districts on the Capitol's cruel Victory Tour, the stakes are higher than ever. Unless Katniss and Peeta can convince the world that they are still lost in their love for each other, the consequences will be horrifying. This is the terrifying sequel to "The Hunger Games".  (amazon.de)

Warum hab ich's gelesen?
Ich fand das erste Buch doch ziemlich gut und war schon gespannt, wie die Geschichte weiter verläuft, ich habe großes erwartet - und wurde enttäuscht!

Was mir gefallen hat:
Finnick! Der einzige Lichtblick im ganzen Buch! Naja nicht ganz, auch dass generell die Charaktere doch etwas vertieft näher behandelt werden.
Peeta ist noch immer hoffnungslos in Katniss verliebt und dass Gale ihr seine Zuneigung offenbart war auch zu erwarten - Katniss peilt natürlich gar nichts, was zwar anstrengend ist, aber macht die Geschichte doch etwas interessanter. Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre, DENN...

Was mir nicht gefallen hat:
Also das Buch ist doch eine wahre Frechheit finde ich. Die Tour der Gewinner durch alle Distrikte von Panem wird auf den ersten 100 Seiten kürzest abgehandelt und dann geht es für die restlichen Seiten wieder in die Arena.
Wie "originell"...
Meiner Meinung nach hätte man stattdessen gleich mit der Handlung des 3. Buches weitermachen müssen - was interessieren mich noch mal die selben Überlebenskämpfe wie im ersten Buch, wer wen tötet, etc.?

Fazit:
Wer Rowlings "Half Blood Prince" als "Lückenfüller" bezeichnete, der kann hier erfahren was ein echter Lückenfüller ist - offenbar war der Zwang, eine Trilogie zu produzieren. für Verlag oder Autorin zu groß.
Suzanne Collins kann zwar echt gut schreiben, ist aber meiner Meinung nach dermaßen fantasielos, dass ihr ein Co-Autor ärztlich verordnet gehört! Man hätte so viel aus dieser Serie machen können, aber die größte Katastrophe kommt ja noch mit Band 3...

Meine Bewertung:


Persönliche Meinung: The Hunger Games wird nächstes Jahr als Film erscheinen und in Internetforen wird derzeit eifrig darüber diskutiert, wie unrealistisch das Szenario einer so degenerierten Gesellschaft ist.
Ich finde es leider KEINESWEGS undenkbar, dass eine Gesellschaft in einer Fernsehshow an sich abschlachtenden Kindern erfreut. Wenn man sich die Abartigkeiten der heutigen Medienkultur ansieht, dann sind wir doch auf dem besten Weg dorthin.

Juli 14, 2011

Die Enklave

Autorin: Ann Aguirre
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-442-26812-2
Originaltitel: Enclave
Genre: Science Fiction, Dystopie,YA
Gekauft bei: Liber Novus

Die Oberfläche der Erde ist durch Säureregen und glühende Hitze unbewohnbar geworden. In den U-Bahn-Tunneln einer zerstörten Großstadt leben die junge Jägerin Zwei und ihr Partner Bleich, die sich Tag für Tag bemühen, genügend Nahrung für ihren Stamm zu erlegen. Da wird Zwei an die Oberfläche verbannt. Ein sichere Todesurteil! Darum kann sie kaum glauben, dass Bleich beschließt, sie zu begleiten. Doch der würde alles tun, um Zwei nicht zu verlieren... (Umschlagtext)

Warum hab ich's gekauft?
Ich habe viele unterschiedliche Meinungen zum Buch gelesen, allerdings vorwiegend positive. Da es (endlich!) mal ein Einzelband war (hoffe ich?), lag es natürlich nahe, das Experiment zu wagen.

Was mir gefallen hat:
Ann Aguirre schafft es, auf eine bedrückende Art und Weise, eine dunkle zukünftige Welt zu erschaffen, die mich nicht nur erschaudern hat lassen, ich hatte auch Spaß daran, immer zu überlegen, welche Gegenstände Zwei sieht, da nur selten wirklich gesagt wird, was es denn ist - es sind Gegenstände aus unserer Zeit, die die Jahre überdauert haben.
Zuerst dachte ich, das Sakrileg der übersetzten Namen würde es schwer machen, das Buch zu lesen, aber nachdem gleich zu Beginn erklärt wird, wie die Menschen in der Enklave zu ihren Namen kommen, war ich mit "Zwei" und "Bleich" einverstanden.
Zum Ende der Geschichte blieben viele Fragen, aber das finde ich o.k., es hätte eigentlich nur denLesefluss verlangsamt - was übrigens die große Stärke des Buches ist: die Autorin verliert sich nie ins Detail, sondern es läuft in einem stetigen Tempo von der ersten bis zur letzten Seite.

Was mir nicht gefallen hat:
"Die Enklave ist Ann Aguirres erste romantische Dystopie" steht im Klappentext. Nun, von Romantik habe ich leider sehr wenig mitbekommen, diese ist wirklich nur eine Nebensächlichkeit. Wer also große Gefühle erwartet, der wird bitter enttäuscht.
Andererseits kämpfen die Hauptfiguren hier um ihr Überleben, also ist es realistisch betrachtet einfach unwichtig romantische Gefühle zu zeigen.
Außerdem finde ich das Buch leider mit 345 Seiten etwas arg kurz.

Fazit:
Die Enklave ist ein spannendes Abenteuer mit nachvollziehbar handelnden Charakteren, das sich obendrein auch wirklich exzellent lesen lässt. Außerdem ist das Buch aufgrund seiner Kürze ideal für zwischendurch bei einem fairen Preis von 14 Euro (stabil mit Klappenbroschur).
Wer nicht unbedingt die große Liebe sucht, sondern reine YA Dystopie, der liegt hier sicher nicht falsch.

Meine Bewertung:

Juni 15, 2011

The Hunger Games (The Hunger Games #1)

 Autorin: Suzanne Collins
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1-407109-08-4
Deutscher Titel: Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
Verlag: Oetinger
ISBN: 3-7891-3218-7
Genre: Dystopie, Romance, YA
Gekauft bei: Thalia

 Set in the near future, a terrifying reality TV show is taking place, where 12 boys and 12 girls are forced to take part in The Hunger Games, where there is only one rule: kill or be killed. Katniss steps forward to take her younger sister's place, and is determined to win..(Thalia)

Warum hab ich's gelesen?
Die deutsche Ausgabe war mir zwar vom Titel und Cover her ein Begriff, dass es sich bei den Büchern um The Hunger Games handelt, ist mir aber erst aufgefallen, als ich im Buch das Wort Panem gelesen habe - ich hätte es vom Cover eher bei Fantasy eingeordnet.
Ich habe zwar mitbekommen, dass die Bücher sehr gehyped wurden, aber wäre das Buch nicht bei Thalia aufgelegen, wäre es mir wohl entgangen.

Was mir gefallen hat:
Die Storybasis ist ja DER Hammer, wohl auch weil es eine meiner Lieblings-Sliders-Folgen war, die ein ähnliches Thema behandelt hat, und mir auch Filme wie The Running Man, Das Millionenspiel gut gefallen haben und ich auch entfernt an B-13 erinnert wurde. Die, denen diese Filme nichts sagen, einfach ignorieren :)
Aber auf den ersten Seiten dachte ich nicht, dass ich Katniss mögen würde, sie hat mich vom Gegenteil überzeugt - wie Tally in Ugly hat sie sich eigentlich mit ihrer Situation abgefunden, auch wenn Katniss ihre Zweifel am System hat, sie kennt es nicht anders und Revolution kommt ihr schon gar nicht in den Sinn.
Peeta ist ein ganz lieber Kerl, für meinen Geschmack zu lieb, aber er passt gut in die Geschichte.
Überhaupt sind auch die Nebenfiguren die  große Stärke des Buches!


Was mir nicht gefallen hat:
kommt im zweiten Band noch schlimmer, aber auch hier ist es das holprige Tempo der Geschichte. Mal werden Dinge bis ins Ausführlichste beschrieben und dann kommt wieder - zack! - eine Auflistung mehrerer längerer Ereignisse in ein paar Sätzen, und nicht dass ich darin irgendein System erkennen könnte, das ich einem "Stil" zuordnen könnte.

Fazit:
Das erste Buch der Trilogie kann auch ohne die Fortsetzung stehen bleiben, deshalb ist es sicher einen Versuch wert, es zu lesen.
Die deutsche Übersetzung soll gut sein - allerdings gibt es soviel ich weiß noch immer keine Taschenbücher und der geschmalzene Preis der Hardcover sollte unschlüssige Leserinnen den Weg in die Bücherei antreten lassen. 
Mir hat das erste Buch echt gut gefallen und ich hatte es schnell durch - allerdings muss man auch mit, für ein Jugendbuch, ziemlich blutigen Szenen umgehen können.


Meine Bewertung:

Juni 08, 2011

Ugly (Ugly-Pretty-Special #1)

Autor: Scott Westerfeld
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551310-064
Originaltitel: Uglies
Genre: Dystopie, YA, (Romance)
Büchereibuch 


Tally kann ihren 16. Geburtstag kaum erwarten, dann steht die Schönheitsoperation an, die für alle in diesem Alter vorgesehen ist. Endlich wird sie sich von einer abstoßenden Ugly in eine attraktive Pretty verwandeln und in New Pretty Town leben, wo sie sich um nichts mehr kümmern muss - außer darum, möglichst viel Spaß zu haben.
Doch Tallys Freundin Shay sträubt sich gegen die Operation. Sie will nicht, dass andere bestimmen, wie sie aussieht - oder wie sie ihr leben führt. Als Shay deswegen aus der Stadt flüchtet, lernt Tally eine neue Seite der heilen Pretty-Welt kennen und die ist nicht besonders schön! Denn die Behörden stellen sie vor eine furchtbare Wahl... (Covertext)

Warum hab ich's gelesen?
Das Buch war schon auf der Liste der Bücher, die ich lieber ausleihe und neulich in der Bücherei war es auch noch die dritte Wahl (die anderen 2 waren momentan verliehen). Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen, denn das Buch war so spannend, dass ich es tatsächlich an EINEM Tag ausgelesen habe (und jetzt warten muss, bis ich Teil2 ausleihen kann)!!

Was mir gefallen hat:
Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich immer glücklich bin, wenn mich ein Buch positiv überrascht, fand ich einige Ideen im Buch sehr genial. Man könnte meinen, dieses Buch ist eine Ansage gegen den heutigen Schönheitswahn, aber so ganz einfach darf man sich die Sache nicht machen, denn wenn man erst erfahren hat, was eigentlich wirklich hinter diesen OPs steckt, wird einem der ganze Wahnsinn dieser zukünftigen Welt bewusst.
Auch die Andeutungen auf den menschlichen Einfluss auf die Natur und die Auswirkungen davon, sind sehr direkt aber nicht mit penetrant erhobenem Zeigefinger, sondern perfekt in die Geschichte eingewoben.
Überhaupt finde ich die Welt, die Scott Westerfeld geschaffen hat, um einiges schlüssiger als z.B. Panem (The Hunger Games, Review folgt).
Die Charaktere sind allesamt sympathisch, vor allem David und Tally.

Was mir nicht gefallen hat:
Die Sache mit den Hubbrettern fand ich persönlich schon etwas mühsam, aber ich habe auch in meinem bisherigen Leben nie  den Bezug zu Skate/Wave/Snake/Snowboards gefunden, so ist es mir trotz der teilweise elendslangen Beschreibungen schwergefallen, mir vorzustellen, wie man so ein Ding handhabt.
Auch ging mir die Entwicklung zwischen Tally und David etwas zu schnell, ich hätte das lieber etwas langsamer gesehen.
Und dann natürlich bin ich überhaupt nicht einverstanden, wie das Buch endet (auch wenn ich es schon vorher gewusst habe, weil der Titel des nächsten Buches erklärt es ja schon)

Fazit:
Ein ganz tolles Buch, das ich definitiv falsch vorverurteilt habe! Wenn die zwei Folgebände nur halb so gut sind, bin ich schon zufrieden...
Da mittlerweile alle Bücher als Taschenbuch erhältlich sind, kann ich nur eine Kaufempfehlung abgeben!


Meine Bewertung

Mai 24, 2011

Die Auswahl (Cassia & Ky #1)

Autorin: Ally Condie
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-8414-2119-7
Originaltitel: Matched
Genre: Science Fiction, Romance, YA
Gekauft bei: Thalia

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird - wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Bria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekannt gegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen - das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Ky's Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit, zu wählen?(Klappentext)
Warum hab ich's gelesen?
Auf das Buch wäre ich wohl nie gekommen, wenn bei Thalia nicht ein kleines Heftchen mit einer Leseprobe gelegen wäre. Auf der Heimfahrt in der S-Bahn hab ich sie gelesen und am nächsten Tag hab ich mir das Buch geholt!

Was mir gefallen hat:
Eine perfekte Mischung aus "Brave New World" und "1985" für junge Frauen geschrieben! Dystopische Romane für Jugendliche sind ja momentan offenbar der Hit über dem Teich und meinen Nerv hat es auch voll getroffen (da ich vorher genannte Klassiker mehrmals  [freiwillig] gelesen habe).
Diese vorsichtige, zarte Entwicklung der Gefühle für Cassia und Ky füreinander kommt wirklich gut herüber und verursacht öfter mal einen kleinen Hüpfer im Herz - man hat das Gefühl, sich mit beiden mit zu verlieben.
Außerdem hat die Autorin einige sehr gute Ideen eingebaut.

Was mir nicht gefallen hat:
Meine Buchausgabe ist ganze 4.5cm dick, aber der Text auf den Seiten ist so aufgelockert, dass es im großen und ganzen ein enttäuschen kurzes Lesevergnügen war :(
Außerdem finden sich für meinen Geschmack zu fiele Andeutungen im Buch, was das System der von der Autorin kreierten Welt angeht, was heißt, dass in den zwei Folgebüchern extrem viele Informationen behandelt werden, die meiner Meinung nach den Lesefluss sehr behindern werden
[Spoiler] Die Andeutungen auf den Krieg, wie in 1985, werden sicher näher ausgeführt werden, da Cassia ja direkt dort hin geht, obwohl ich mir wünschte, es würde, wie bei Orwell, eine Nebensächlichkeit am Rande bleiben.
Außerdem scheint es eine Art Resistance zu geben, die ebenfalls noch auf ihren großen Auftritt wartet.[/Spoiler]

Fazit:
Einige Themen im Buch machen doch sehr nachdenklich... Den Leuten in Bria wird vorgegaukelt, sie hätten die Freiheit, zu wählen, obwohl die Auswahlmöglichkeiten natürlich vorgegeben sind. Mir hat sich da die Frage gestellt, ob es heute nicht schon ein bisschen genau so ist - überlegt mal!
In diesem Fall habe ich die deutsche Übersetzung gelesen: meiner Meinung nach ist sie ausgezeichnet! Es liest sich schlüssig, und ich habe ein gutes Gefühl beim Lesen gehabt - hier ein Lob an die Übersetzerin Stefanie Schäfer!

Meine Bewertung: