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August 19, 2012

Her Mad Hatter (Kingdom #1)

Autorin: Marie Hall
Verlag: self published
ASIN (Kindle): B008IL48BK
Dt. Titel: -
Genre: Paranormal Romance, Märchen, 18+
Gekauft bei: amazon.de

Alice is all grown up. Running the Mad Hatter's Cupcakery and Tea Shoppe is a delicious job, until fate--and a fairy godmother with a weakness for bad boys--throws her a curveball. Now, Alice is the newest resident of Wonderland, where the Mad Hatter fuels her fantasies and thrills her body with his dark touch.The Mad Hatter may have a voice and a body made for sex, but he takes no lovers. Ever. But a determined fairy godmother has forced Alice into Wonderland--and his arms. Now, as desire and madness converge, the Hatter must decide if he will fight the fairy godmother's mating - or fight for Alice. (Amazon)

Warum hab ich's gelesen?
Auch wenn ich schon oft danebengegriffen habe, wirkt ein tolles Cover immer noch sehr anziehend auf mich - zudem war das Buch gratis, dennoch bin ich mir sicher, dass es auch für Geld den Weg auf mein Gerät gefunden hätte. Typisches "Katze-im-Sack"-Symptom... oder doch nicht?

Was mir gefallen hat:
Vielleicht sollte ich vorher anmerken: Ich HASSE "Alice im Wunderland"! Und ich hasse vor allem dieses kleine Biest Alice -- Nachdem das gesagt wäre, muss ich zugeben, dass ich mir Tim Burton's Film trotzdem angetan habe - und ihn toll fand!
Mit diesen gemischten Gefühlen bin ich an dieses Buch herangegangen und hatte es in einem Tag komplett ausgelesen. Nicht nur weil es leider sehr kurz ist, sondern auch, weil es wirklich schön zu lesen war.
Ich kann jetzt nicht behaupten, dass es spannend ist, allerdings ist die Lovestory sehr nett und man will wirklich immer wissen, was sich die Autorin denn jetzt wieder ausgedacht hat.
Die Idee, dass es mehrere Alices gegeben hat, fand ich nett ausgearbeitet (die Andeutung im Burton-Film hat mich schon aufhorchen lassen) und das Wunderland ist sehr gut beschrieben - ich konnte es mir vorstellen und das ist bei einer verdrehten Welt und meinen Englischkenntnissen sicher eine Leistung.
Die Gute Fee, Danika, ist mein persönlicher Liebling in der Geschichte, der Gedanke dass auch die Bad Boys der Märchengeschichte eine an ihrer Seite haben, freut mich sehr.
Das Ende ist irgendwie traurig-schön und die große Stärke des Buchs, denn erst das hat es für mich erst zur Höchstbewertung entscheiden lassen.

Was mir nicht gefallen hat:
Der Abgrund, auf den sich der Hutmacher zubewegt, hätte noch etwas drastischer dargestellt werden können und gerade am Anfang, als er Alice begegnet, hätte er noch etwas verrückter sprechen können, da war er mir zu normal.
Auch der Hintergrund der ganzen Partnersuche von Danika für ihre "Lieblinge" hätte etwas näher erklärt werden können.

Fazit:
Es ist erfrischend, selbstpublizierte Bücher zu lesen, die so wenige Bearbeitungsfehler enthalten und man merkt, hier hat eine Autorin sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt.
Die ganze Mühe hat sich aus meiner Sicht gelohnt und ich habe das Buch sehr genossen - ich freue mich auf den zweiten Teil.
Alle Märchenliebhaberinnen, die gerne etwas Neues lesen wollen und kein Problem damit haben, dass die ursprüngliche Geschichte über den Haufen geworfen wird, werden mit diesem Buch ihre Freude haben.

Meine Bewertung:

August 15, 2012

The Last Unicorn

Book2Movie Challenge
#1 ...wo der Film berühmter ist als die Vorlage


Autor: Peter S. Beagle
Verlag: RoC
ISBN: 9780451450524
Genre: Kunstmärchen
Bezugsquelle (Buch): Thalia
Bezugsquelle (Film): Geschenk

So, mein erstes Challengereview und ich habe keine Ahnung wie ich es aufbauen soll :) 

Handlung: 
Ist wohl jeder bekannt, sollte es aber dennoch einige Uneingeweihte geben: Es geht um die Suche eines Einhorns nach seinen Schwestern.
Das Einhorn war nie besonders unglücklich, ganz alleine im Wald, dennoch macht es die Aussage anderer stutzig, es sei das Letzte Einhorn überhaupt - ein Schmetterling behauptet sogar, ein roter Stier habe seine Schwestern vertrieben.
Nur wohin? Diese Frage lässt das Tier nicht los und es macht sich auf die Suche.
Auf dem Weg wird es von der alternden Hexe Mommy Fortuna gefangen genommen und in einer Menagerie ausgestellt, kann jedoch mit der Hilfe des Zauberers Schmendrick fliehen.
Als sie in die Fänge einer Räuberbande gelangen und auch diesen entkommen können, findet sich auch noch Molly Grue bei ihnen ein und die kleine Gruppe gelangt schließlich an König Haggards Hof - zumindest beinahe, denn der rote Stier taucht auf und bedroht das Einhorn. Mit seinem bisschen Kraft gelingt es Schmendrick, das Einhorn in einen Menschen zu verwandeln.
Bei König Haggard angekommen leben sie als sein Hofstaat im Schloss. Doch das Einhorn ist unglücklich. Als Mensch erleidet es größte Qualen, sieht es sich doch zum ersten Mal mit der Möglichkeit zu Sterben konfrontiert....

Der Film: 
Seine größte Stärke sind wohl die imposanten Bilder und der Soundtrack. Der Zeichenstil ist einfach toll, die Hintergründe und das Charakterdesign passen perfekt zur Geschichte.
Es war der Film meiner Kindheit und ich kann fast alle Dialoge mitsprechen. Die deutschen Stimmen finde ich auch gut, die englischen klingen für mich dagen nicht "echt" :)
Nach der Buchlektüre muss ich sagen, dass der Film sich Handlungsmäßig wirklich sehr genau an das Buch hält (bis auf zwei Details, siehe weiter unten).
Was die Charaktere angeht, so sind sie doch sehr unterschiedlich. Während das Einhorn eigentlich wie im Buch distanziert und dennoch einfühlsam/freundlich ist, verhält es sich bei Schmendrick und Molly ganz anders: 
Im Film ist Schmendrick ein junger Möchtegern-Trickser, der nur mithilfe des Einhorns etwas zustande bringt, im Buch erlebt man Schmendrick wesentlich älter und erfahrener, was er tatsächlich auch ist - ein echter Magier auf Selbstfindung.
Molly ist bei weitem nicht nur die ruppige Romantikerin aus dem Film, sondern eigentlich sogar recht unemanzipiert und sanftmütiger.

Das Buch:
Ich starte einmal mit den im Flim fehlenden Szenen:
1. auf ihrer Reisen gelangen Schmendrick und das Einhorn in ein Dorf auf dem ein Dorffest stattfindet. Diese Szene zeigt Schmendricks Gedanken sehr gut und sein Problem mit der Magie.
2. Bevor sie zu Köig Haggards Schloss kommen, reist die Gruppe in das Dorf Hagsgate wo der Leser mehr über den Fluch erfährt, der auf König Haggard und seinem Land liegt.
Außerdem wird Prinz Lír besser porträtiert, er ist ein klassischer Held und Ritter, wie er im Mittelalter gerne besungen wurde, genauso versiert mit dem Schwert wie mit Worten - und unsterblich verliebt.
Abgesehen von diesen Details unterscheiden sich Buch und Film nur wenig, was sehr erfreulich ist.
Sehr schön war der poetische und trotzdem nicht überladene Stil der Buches. Es hat sich angenehm lesen lassen und war eine sehr ruhige und entspannende Lektüre.

Fazit: 
Nicht nur ein Pflichtfilm, das Buch gehört auf (und befindet sich auch auf vielen) Listen der Bücher die frau in ihrem Leben gelesen haben muss.
Ich frrage mich nur, warum ich das Buch nicht längst schon (und wiederholt) gelesen habe...

Meine Bewertung (Buch und Film):


August 04, 2011

Red Riding Hood - Unter dem Wolfsmond

Autoren: Sarah Blakley-Cartwright (Buch), David Leslie Johnson (Konzept)
Verlag: cbt
ISBN: 978-3-570-16124-1
Originaltitel: Red Riding Hood
Genre: Märchen,YA
Gekauft bei: Liber Novus

Zehn Jahre ist es her, dass Valeries Kindheitsfreund Peter verschwand und Valerie beim nächsten Vollmond einem Werwolf gegenüberstand - und von diesem verschont wurde.
Nun ist Peter wieder da, und als sie ihn wiedersieht, packt die jetzt siebzehnjährige Valerie dieselbe tiefe Leidenschaft wie dereinst. Zwar ist sie dem wohlhabenden Henry Lazar versprochen, aber Valerie würde alles dafür tun, um Peter nicht wieder zu verlieren. 
Doch dann wird am Tag nach Vollmond der leblose Körper eines jungen Mädchens gefunden. Kratzspuren und Bisse sprechen eine eindeutige Sprache: Der Werwolf ist zurück, und er hat sich ausgerechnet Valeries Schwester Lucie geholt. Alles deutet darauf hin, dass der Wolf allein wegen Valerie gekommen ist und nicht ruhen wird, bis er auch sie in seiner Gewalt hat... (Klappentext)

Warum hab ichs gelesen?
Ich kann es nicht oft genug sagen, aber ich LIEBE Märchen!
Als ich den Trailer zum Film gesehen habe, wusste ich, ich will den Film sehen, aber es ging sich Stressbedingt leider nicht aus, also habe ich mir jetzt das Buch gekauft, weil das Vorwort der Regisseurin sehr vielversprechend war.

Was mir gefallen hat:
Meine Fantasie konnte sich das ganze Buch hindurch gut ausleben (auch dank Filmen wie "Sleepy Hollow" und "Brothers Grimm"), Valerie ist ein sehr realistischer Charakter, den ich eigentlich sehr gerne mag, und ENDLICH mal eine richtig-richtige Blondine (ich habe das Gefühl, manche Autorinnen vermeiden absichtlich Blondinen als Hauptfiguren, dafür lernt der geneigte Leser wie viele Abermillionen Braunschattierungen Haare haben können...).
Leider kommen wir aber jetzt auch schon zu dem,....

Was mir nicht gefallen hat:
...und das ist so ziemlich der ganze Rest: 
Im Gegensatz zu Ms. Hardwicke's Versprechungen, das Buch könne dem Film mehr Tiefe verleihen, bin ich ganz und gar nicht dieser Ansicht - ohne den Film gesehen zu haben, wenn er nicht eine reine Aneinanderreihung von Bildern ist, tut das Buch das nicht!
Ich habe jetzt auch nicht die Erfahrung mit "Büchern zum Film", aber für mich war das Buch das, was wir in der Schule als "Nacherzählung" geschrieben haben. Hätte ich damals genug Zeit und Hefte bekommen, hätte ich es wohl ähnlich hinbekommen können. Und das jetzt ohne eingebildet sein zu wollen, sonder um die literarische Qualität des Buches zu illustrieren.
Es handelt sich um eine abgehackte Aneinanderreihung einzelner Szenen und Dialoge - das "Winnetou-Syndrom" schlägt zu, überlange Beschreibungen der Umgebung bei wenig Handlung.
Die Gefühle der Charaktere sind zwar die eigentliche Handlung, werden aber beschrieben, als wären sie mehr notwendig als romantisch.
Hintergrundinformationen gibt es wenig bis gar keine. Lucies Charakter hätte etwas vertieft gehört, damit auch ich traurig hätte sein können, dass sie stirbt. [Spoiler] Was ist mit Peters Vater, was hat er getan, dass er flüchten musste? Falls Peter wirklich der Wolf ist, war es vorher sein Vater? Wie ist Valeries Mutter zu dem Armband gekommen? [/Spoiler] - nur einige der Fragen, die ich mir jetzt stelle.

Fazit:
Ich hätte mir mehr erwartet. Den Film will ich trotzdem sehen. Und langsam geht mir die Affinität junger Romanheldinnen zu den Bad-Boys ziemlich am Arsch! Kein Wunder dass im wirklichen Leben so viel Gewalt in Beziehungen herrscht, so viele Ehen geschieden werden und die netten Kerle immer als letzte eine Freundin finden - bei solchen Vorbildern!

Meine Bewertung: